Aufhören, bevor es zu spät ist

06 / 2013 von:  Anna Gielas
 

Aufgeben, Schluss machen, Bemühungen einstellen. Das klingt negativ, nach Scheitern und Misserfolg. Doch das rechtzeitige Loslassen von unerreichbaren oder unsinnig gewordenen Zielen, von unerfreulichen Beziehungen und überholten Träumen ist ebenso wichtig wie das beharrliche Dranbleiben. Die Schwierigkeit ist nur: Wie stellt man fest, wann man das eine tun und das andere lassen soll?

Im dritten vorchristlichen Jahrhundert zog König Pyrrhus von Epirus für die Griechen in den Krieg gegen die Römer. Er besiegte sie in der Schlacht bei Asculum im heutigen Süditalien. Dabei ließen jedoch so viele seiner Männer ihr Leben, dass Pyrrhus gesagt haben soll: „Noch so ein Sieg – und wir sind verloren!“ In unserem Sprachgebrauch beschreibt der „Pyrrhussieg“ deshalb einen Erfolg mit erheblichen Verlusten – einen Sieg, der einer Niederlage gleichkommt. 

Die heutige Gesellschaft macht anfällig für solche vermeintlichen Erfolge. Ob im Beruf oder im Privatleben – „Durchhalten“ heißt die...

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