Das Bild und das Unbewusste

04 / 2011 von:  Tilmann Moser
 

Große Kunstwerke berühren und verstören uns. Nicht immer können wir dingfest machen, was sie in uns anstoßen. Sie treten in Wechselwirkung mit dem Unbewussten. – Zwei Interpretationsversuche

Der Züricher Germanist Emil Staiger antwortete einmal auf die Frage, was die Aufgabe der Literaturwissenschaft sei: „Zu begreifen, was uns ergreift.“ In dem Wort „Ergreifen“ steckt alles, was uns bewegt, wenn wir vor einem Kunstwerk stehen, vor allem, wenn es sich, wie in der Malerei und der Plastik, um menschliche Szenen handelt: Staunen, Entzücken, Bewunderung, Einfühlung, Identifizierung, ein Glücksempfinden, aber auch Befremden, Angst und Schrecken können uns packen. Es geht um eine Ansteckung mit Gefühlen, wie sie den Künstler auch beschäftigt haben müssen, als er das Werk schuf.

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