Das Leben ist nicht fair. Man kann es trotzdem lieben.

02 / 2012 von:  Wilhelm Schmid
 

Wir verlangen vom Leben, dass es möglichst reibungslos funktioniert. Es soll uns „etwas bringen“, soll schön und erfüllt sein. Aber wann ist das Leben „erfüllt“ und „schön“?

Was willst du?“, fragt jemand Melinda bei einer Begegnung in Manhattan, und sie antwortet: „Ich will leben wollen.“ Das stößt auf Unverständnis: „Jeder will leben.“ Da huscht ein schmerzliches Lächeln über ihr Gesicht: Sie hat es anders erfahren. Das Leben ist für sie zur Frage geworden, es erscheint ihr kurz und bedeutungslos, und sie kennt nur zwei Möglichkeiten, darauf zu antworten: es komisch oder tragisch zu finden. Wenn komisch, dann lässt es sich trotz allem genießen, mit viel Lachen und immer neuer Liebe, bis heillose Verwirrung herrscht, wer gerade mit wem … Wenn tragisch, dann...

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