Das war ein Fehler! - Na und?

03 / 2011 von:  Annette Schäfer
 

Die meisten Menschen betrachten Patzer und Misserfolge als unangenehm. Es ist peinlich und beschämend, im Irrtum zu sein. Fehler zu machen gilt als Zeichen von Ignoranz, Schwäche, Unwissenheit, mangelnder Intelligenz. Doch es gibt auch eine optimistischere Perspektive. In vielen Bereichen, betonen Psychologen, entfalten Fehler erstaunlich positive Wirkungen - vielleicht machen sie uns sogar glücklicher.

Der Auftritt von Tony Hayward vor dem US-Kongress ist ein Lehrstück, wie ausdauernd man sich um den entscheidenden Satz drücken kann. Er bedauere die Katastrophe zutiefst, sagte der damalige Chef von BP, als er im Juni 2010 US-Abgeordneten sechs Stunden lang zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko Rede und Antwort stand. Aber niemand könne bisher sagen, wodurch die Katastrophe verursacht worden sei. Man müsse wohl davon ausgehen, so Hayward, dass eine Reihe von „Prozessen, Systemen und Ausrüstungen“ versagt haben. Auf Rückfragen antwortete er wortkarg oder wich aus. Der Manager habe die ganze...

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