„Dem Kranken als erlebendem Menschen begegnen“

01 / 2014 von:  Thomas Fuchs im Gespräch
 

1913 veröffentlichte Karl Jaspers die Allgemeine Psychopathologie. Damit avancierte der spätere Existenzphilosoph zum Begründer der Psychopathologie als Wissenschaft. Heute, 100 Jahre später, hat Thomas Fuchs die Karl-Jaspers-Professur für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg inne. Psychologie Heute sprach mit ihm über Jaspers’ Jahrhundertwerk und über die Entwicklung der Psychopathologie bis heute, in die Zeit des Neurobooms. Mit Thomas Fuchs sprach Klaus Brath.

PSYCHOLOGIE HEUTE  Herr Professor Fuchs, lange bevor Karl Jaspers als Philosoph berühmt wurde, hat er die Allgemeine Psychopathologie geschrieben. Wie kam es dazu?

Thomas Fuchs  Jaspers begann mit 26 Jahren als junger Assistenzarzt in Heidelberg in der Psychiatrie zu arbeiten, war aber aufgrund einer chronischen Lungenerkrankung von schwererer Arbeit und Nachtdiensten freigestellt. Er konnte weitgehend seinen wissenschaftlichen Interessen nachgehen, konnte viel lesen und schreiben. Seine Allgemeine Psychopathologie ist 1913 erschienen und bis heute eine Grundlage der Psychopathologie und...

Diesen Artikel:

Aboservice

Jahres-, Studenten- oder Geschenkabo: Sie wählen Ihr Abonnement – wir bieten interessante Prämien! Zum Abo-Shop.

 

 

Neu im Shop

Wolfgang Schmidbauer: Raubbau an der Seele

Psychogramm einer überforderten Gesellschaft
gebunden, 256 Seiten, oekom Verlag, 2017

22,00 €inkl. 7% MwSt.