Der Mythos vom Gehirndoping

11 / 2012 von:  Stephan Schleim
 

Seit etwa zehn Jahren wird über Sinn und Unsinn von „Gehirndoping“ gestritten: Lassen sich kognitive Leistungen wirklich durch pharmazeutische Nachhilfen verbessern? Und ist der Konsum einschlägiger Medikamente bereits ein Massenphänomen? Eine genaue Analyse zeigt, dass beide Fragen vermutlich mit „Nein!“ beantwortet werden können

Eine Reihe von Ethikern vertritt in der Gehirndopingdiskussion in etwa folgende Position:

Bereits 25 Prozent der Studierenden in den USA nutzen Psychopharmaka zur geistigen Leistungssteigerung. Diese Medikamente werden die Lebensqualität und Produktivität der Menschen verbessern. Es geschieht bereits jetzt und lässt sich nicht verhindern. Daher sollte die Gesellschaft den Nutzen maximieren und auf keinen Fall mit einem allgemeinen Verbot reagieren.

Es sind vor allem Vertreter von Eliteuniversitäten wie Stanford, Harvard oder Cambridge, die das Hohelied von der pharmakologischen Verbesserung...

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