Des Guten zu viel - wenn Selbstlosigkeit schadet

08 / 2012 von:  Ursula Nuber
 

Menschen, die immer für andere da sind, sich um ihre Sorgen und Bedürfnisse kümmern, sind anerkannt und beliebt. Ihr altruistisches und empathisches Verhalten gilt als vorbildlich. Doch Selbstlosigkeit ist nicht per se gut – sie hat auch dunkle Seiten. Wo liegt die Grenze zwischen gesunder und schädlicher Hilfsbereitschaft? Wie wird man zum „hilflosen Helfer“? Und: Wann sollte man aufhören, immer nur für andere da zu sein?

Elisabeth Kübler-Ross war eine hingebungsvolle Helferin. Die Psychiaterin und Sterbeforscherin widmete ihr ganzes Berufsleben den Menschen an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Ihre Erkenntnisse darüber, wie Menschen mit der Angst vor dem Sterben umgehen, welche Erfahrungen sie in den letzten Phasen ihres Daseins machen, hat sie in zahlreichen Publikationen veröffentlicht und dadurch das Wissen über Sterbende enorm erweitert. Mit 23 Ehrendoktorwürden und unzähligen Preisen erhielt sie eine beeindruckende Anerkennung für ihren selbstlosen Einsatz.           

Menschen wie Kübler-Ross werden...

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