Die Intelligenz der Liebe

08 / 2013 von:  Jochen Metzger
 

Die Evolutionspsychologie untersucht das menschliche Paarungsverhalten durch die Darwinbrille. Glaubt man ihren Studien, dann ist unser Glück in der Liebe weniger eine Frage von Beuteschema, Pheromonen oder Haarfarbe, sondern zum größten Teil: Kopfsache

Charles Darwin hat ein Problem. Ein Problem in Gestalt eines Vogels mit glänzender blauer Brust, einem Angeberkrönchen auf dem Kopf und irrwitzig langem, buntem Gefieder. Jedes Raubtier kann dieses Prachttier auf 200 Meter Entfernung sehen. „Mir wird jedes Mal schlecht, wenn ich eine Pfauen-Schwanzfeder sehe“, klagt Darwin in einem Brief an seinen Kollegen Asa Gray. 

Was ist nun mit dem Kernsatz vom survival of the fittest? Wäre diese Grundthese der Evolution universell gültig, müsste der Pfauenhahn dann nicht in braun-grauer Tarnfarbe durch die Heide huschen? Mager und austrainiert? Ein...

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