Die Kunst der Passivität

05 / 2011 von:  Svenja Flaßpöhler
 

Die meisten Menschen sind unablässig tätig und produktiv. Passivität erscheint ihnen bedrohlich, gar verwerflich. Sie haben Angst vor Untätigkeit. Warum? Was steckt hinter der blindwütigen Aktivität, die nicht selten in den erzwungenen Stillstand, den Burnout und die Depression, führt?

Dass der Mensch zunächst und vor allem ein aktives Wesen ist und sich über sein Handeln definiert, scheint außer Frage zu stehen. Wir sind, was wir tun – wie könnte es anders sein? Wir bewegen uns auf eine bestimmte Weise durch die Welt, offenbaren unseren Charakter in sozialer Interaktion, zeichnen uns aus durch Talente und beruflichen Ehrgeiz, schaffen und schöpfen: Worin sollte der Lebenssinn liegen, wenn nicht in Aktivität und Produktivität? Für unsere heutige Hochleistungsgesellschaft gilt die Vormachtstellung des Handelns vor dem Nichthandeln umso mehr: Der ambitionierte...

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