„Die Menschen werden des Glücks müde“

10 / 2012 von:  Wilhelm Schmid im Gespräch
 

Das Glück ist für jeden machbar, das ist die große Verheißung unserer Zeit. Aber die Jagd nach dem Glück macht müde, und sie verläuft häufig enttäuschend. Das liegt unter anderem daran, meint der Philosoph Wilhelm Schmid, dass wir den Gegenpol des Glücks, das Unglück nicht akzeptieren wollen. Aber das „Glück der Fülle“ umfasst beides.
Ein Gespräch mit dem Philosophen Wilhelm Schmid über Glück, Unglück und Melancholie. Der Autor veröffentlichte zahlreiche philosophische Bestseller zu diesem Thema. In diesen Tagen erscheint sein neustes Buch: "Unglücklich sein. Eine Ermutigung" (Insel)

PSYCHOLOGIE HEUTE  Der Glückshype scheint zu Ende zu gehen. War Glück ein Modethema – oder werden wir auch das nächste Jahrzehnt über das Glück lesen, nachdenken, es jagen?

Wilhelm Schmid  Man kommt an keiner Straßenecke mehr vorbei, ohne dass einen das Glück überfällt. Je mehr dieser Hype überzeichnet wird, umso schneller ist er auch wieder zu Ende. Es wäre ja nicht schlimm, wenn die Diskussion über das Glück dazu führen würde, dass viele Menschen glücklicher würden. Meine Erfahrung ist jedoch immer mehr, dass das genaue Gegenteil geschieht, dass Menschen, die vorher mit ihrer...

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