Die Nation, die sich nicht mag

09 / 2012 von:  Ulrich Schmidt-Denter
 

Junge Migranten, die in Deutschland aufgewachsen sind, identifizieren sich deutlich weniger mit dieser Nation als ihre Eltern. Das mag auch daran liegen, dass die Deutschen selbst ein so schwieriges Verhältnis zu ihrem Land haben. Ein Volk, das sich selbst abwertet, wirkt unattraktiv auf Zuwanderer

Wie groß sind eigentlich heute noch die Unterschiede, wenn man Europäer nach grundlegenden Merkmalen ihrer persönlichen und sozialen Identität befragt? Man könnte erwarten, dass Globalisierung und Europäisierung dazu beigetragen haben, dass nationale Besonderheiten geringer geworden sind. Sozialwissenschaftler sprechen von einer fortschreitenden „Individualisierung“. Demnach müssten die Unterschiede zwischen den Menschen innerhalb der Länder zunehmen, die Bedeutung nationaler Zugehörigkeiten jedoch abnehmen. Andere Daten lassen allerdings vermuten, dass Nationen als Identifikationsobjekte...

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