Dir geht es schlecht – wie schön für mich

04 / 2015 von:  Klaus Wilhelm
 

Wenn anderen ein Missgeschick widerfährt, zaubert das oft ein Grinsen in unser Gesicht. Das ist nicht edel – aber menschlich. Schadenfreude kennt jeder. Doch welchen Sinn hat diese Emotion?

Jemand drängelt Sie von der linken Spur der Autobahn; fünf Minuten später sehen Sie, wie die Polizei den Raser stoppt: Schadenfreude! Ihr Chef faltet genau den Kollegen zusammen, mit dem Sie konkurrieren und der Sie seit Monaten nervt: Schadenfreude! Ein Politiker mit Saubermannimage wird mit einer Prostituierten erwischt: Schadenfreude! 

Doch auch wenn Schadenfreude nicht gerade das Wesen des Menschen adelt und der Philosoph Arthur Schopenhauer Hohn gar als „Gelächter der Hölle“ geißelte: Richard Smith von der University of Kentucky erkennt „keinen Grund, Schadenfreude zu dämonisieren“....

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