„Durch die Fixierung auf den Penis schränken Männer ihre sexuelle Erlebnisfähigkeit ein“

04 / 2014 von:  Ilka Quindeau im Gespräch
 

Der Mann ist der aktive Part in der Sexualität, die Frau zeigt ihr Begehren eher indirekt. Solche traditionellen Vorstellungen sind noch immer verbreitet und verhindern ein befriedigendes sexuelles Erleben. Die Psychoanalytikerin Ilka Quindeau plädiert daher für ein weniger rollenkonformes Verhalten und ermutigt vor allem Männer, ihre passiven Wünsche zuzulassen

PSYCHOLOGIE HEUTE  Frau Quindeau, schaffen wir in den westlichen Kulturen gerade in sexueller Hinsicht die beiden Geschlechter ab?

ILKA QUINDEAU  Abgeschafft werden die Geschlechter natürlich nicht, aber die Geschlechterspannung ist in der Sexualität weniger auf Männer und Frauen verteilt, sondern spielt sich vielmehr innerhalb jedes Mannes und jeder Frau ab. Dies liegt daran, dass Männlichkeit und Weiblichkeit sich nicht so diametral gegenüberstehen, wie es oft den Anschein hat. Vielmehr finden sich in jedem Menschen männliche und weibliche Anteile und damit ein ganzes Spektrum an...

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