Eine postmoderne Männergeschichte

06 / 2011 von:  Parfen Laszig
 

Der Film Fight Club erzählt von „vaterlosen“ Söhnen auf der Suche nach ihrer Identität. Weil die Väter als haltgebende Leitfiguren versagt haben, bekämpfen ihre Söhne die väterliche Ordnung mit allen Mitteln.

David Finchers Verfilmung von Chuck Palahniuks 1996 erschienenem Erstlingsroman führt uns in die körperlichen und seelischen (Un-)Tiefen eines zerrissenen Helden, der gleichsam durch sein Leben wie durch sich selbst hetzt. Ebenso wie der namenlose Ich-Erzähler hinken wir als Zuschauer mit unserer Wahrnehmung, unserem rationalen Verstehen hinterher und folgen ahnungslos, fasziniert, geschockt, erregend stimuliert, teilweise auch angeekelt und abgestoßen einer vieldeutigen postmodernen Männergeschichte.

Der Film beginnt mit einer rasanten Kamerafahrt durch ein bläulich schimmerndes, organisch...

Diesen Artikel:

Aboservice

Jahres-, Studenten- oder Geschenkabo: Sie wählen Ihr Abonnement – wir bieten interessante Prämien! Zum Abo-Shop.

 

 

Neu im Shop

Barbara Sichtermann: Viel zu langsam viel erreicht

Über den Prozess der Emanzipation.
Zu Klampen, Springe 2017, 160 Seiten

18 €inkl. 7% MwSt.