Erinnerung: Bilder, die für immer in uns bleiben

09 / 2011 von:  Ernst Pöppel im Gespräch
 

Sind wir das, was wir von uns erinnern? Ein Gespräch mit dem Neuropsychologen und Hirnforscher Ernst Pöppel über die Bildhaftigkeit unseres autobiografischen Gedächtnisses, über den Sinn von Verdrängung und die oftmals verstörende, aber bewusstseinserweiternde Konfrontation mit dem eigenen Spiegelbild.

Psychologie Heute  Sie erforschen das episodische Gedächtnis, also die Art und Weise, wie Menschen persönliche Erinnerungen einspeichern und abrufen. Dabei widmen Sie sich vor allem Erinnerungsbildern. Warum? 

Ernst Pöppel  Weil sich über die Hälfte des menschlichen Gehirns mit der Verarbeitung visueller Informationen befasst. Menschen sind Augentiere: Bilder dominieren in Träumen ebenso wie in der Erinnerung. Natürlich kommt auch Sprache vor. Man hört, sagt, tastet oder riecht etwas. Es gibt Begleitwahrnehmungen. Aber das meiste ist bildlich verfasst. 

PH  Wenn man sich an etwas Vergangenes...

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