„Es gibt Opfer. Und es gibt Täter“

10 / 2014 von:  Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun im Gespräch
 

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun über die Relativierung von Schuld im systemischen Denken, das Modell des Teufelskreises und das Verhältnis von Macht und Ohnmacht in Beziehungen

 

Bernhard PÖRKSEN  Es ist ein Standardbeispiel, eine Schlüsselgeschichte der systemischen Therapie. Wir sehen: einen Mann und eine Frau, die sich im Zimmer des Therapeuten eingefunden haben. Und beide beklagen sich, kaum hat die Sitzung begonnen, bitterlich – nur über das verletzende und bösartige Verhalten des anderen. Der Mann sagt, dass ihn seine Frau fortwährend kritisiert und er sich eben deshalb von ihr zurückzieht, um den Härten ihrer Kritik zu entgehen, den Schmerz noch erträglich zu halten. Die Frau hingegen wird wütend und berichtet, dass sie ihn nur kritisiert, weil er sich immer...

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