Gier: Die Panik, zu kurz zu kommen

01 / 2012 von:  Karl-Heinz Ott
 

Viel ist heute die Rede von der Gier: von den gierigen Bankern, den Spekulanten, welche in ihrer Maßlosigkeit ganze Länder in den Ruin treiben, von der Gier nach Macht und Einfluss. Angeprangert wird dabei immer die Gier der anderen – ganz so, als sei man selbst völlig frei von dem Drang nach immer mehr.

Gier ist überall. Gier ist ein Grundübel. Beim Thema Gier ist sofort Entrüstung angesagt. Zumal seit der sogenannten Finanzkrise. In den letzten Jahren denken wir beim Wort Gier fast nur an Geld. An Banker, die den Rachen nicht voll kriegen, an Bonizahlungen, an raffgierige Leute, die mit Aktien jonglieren und in ihren Bürotürmen über Leichen gehen. Selten war der Abscheu vor solchen Managern, die mit nichts anderem als Geld handeln, so groß wie in jüngster Zeit. Es ist, als hätten wir in Gestalt dieser Leute das Monströse und Böse leibhaftig vor Augen. Lauter Wesen, hinter deren einwandfreiem...

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