„Ich bin mal kurz weg!“

08 / 2011 von:  Heiko Ernst
 

Warum wir mehr tagträumen sollten. Unsere Tagträume sind ein jederzeit verfügbarer innerer Zufluchtsort. Aber sie sind auch bedeutsam für die seelische Balance, für Kreativität und Selbsterkenntnis. Und sie prägen das Planen und Handeln in der realen Welt. Wer in den Strom der inneren Bilder eintaucht, lernt seine ureigenen Wünsche und Ziele besser kennen.

Walter Kohl, der ältere der beiden Söhne Helmut Kohls, berichtet in seiner Autobiografie Leben oder gelebt werden, wie unendlich schwer es war, als Sohn des bekannten und immer auch umstrittenen Politikers aufzuwachsen. Schulkameraden verprügeln und verspotten ihn, als „dem Drecksbankert vom Kohl“ wird ihm die Aufnahme in den örtlichen Fußballverein verweigert, und bis ins Erwachsenenalter begegnen ihm die meisten Menschen von vornherein mit Misstrauen oder gar Verachtung. Erschwerend kommt hinzu, dass er kaum Trost und Verständnis bei seinen Eltern findet.

Wie reagiert ein einsamer,...

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