Ich leide, also bin ich!

04 / 2011 von:  Svenja Flaßpöhler
 

Wir sehnen uns nach einem Leben ohne Schmerz. Doch ist das wirklich erstrebenswert? Schmerz ist ein Schutzpatron, der über unsere Gesundheit wacht und uns vor Schädigungen unseres Körpers warnt. Doch er ist mehr als das. Schmerz ist der Vater aller Empfindung. Wer keinen Schmerz spürt, spürt auch sonst nichts

Ich nehme jetzt eine Tablette, und dann geht es mir gleich wieder gut.“ So oder so ähnlich klang der Satz, ausgesprochen von einer Frau in einem Werbespot der 1980er Jahre für das Schmerzmittel Aspirin. In meiner Erinnerung ist die Frau schon etwas älter und sehr gepflegt, eine, so dachte ich damals als Kind, feine Frau, die sich selbst genauso unter Kontrolle hat wie ihre perfekt aufgeräumte Wohnung. Eben noch war sie von Kopfschmerz geplagt, hielt sich die Hand an die Schläfe, aber jetzt, während sie mit ihrer Verabredung telefoniert, klingt ihre Stimme ganz ruhig und klar, denn sie weiß,...

Diesen Artikel:

Aboservice

Jahres-, Studenten- oder Geschenkabo: Sie wählen Ihr Abonnement – wir bieten interessante Prämien! Zum Abo-Shop.

 

 

Neu im Shop

Wolfgang Schmidbauer: Raubbau an der Seele

Psychogramm einer überforderten Gesellschaft
gebunden, 256 Seiten, oekom Verlag, 2017

22,00 €inkl. 7% MwSt.