„Ich will den Lesern zeigen, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein sind“

05 / 2013 von:  Thomas Glavinic im Gespräch
 

Der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic schreibt über menschliche Abgründe – und seine eigenen Ängste. Das aber tut er mit so viel Fantasie und Irrwitz, dass beim Leser eine erlösende Distanz entsteht

Wenn Thomas Glavinic sich zu Besprechungen und Interviews trifft, bittet er in sein ausgelagertes Wohnzimmer, das Café Amacord am Wiener Naschmarkt. Dort ist der Schriftsteller Stammgast. Er flachst kurz mit dem Kellner und wählt dann zielsicher den ruhigsten Platz für ein Gespräch. Sogar ein Teil seines Romans Das bin doch ich, in dem es um einen neurotischen Schriftsteller geht, spielt in diesem Café. „Trotzdem ist der Roman natürlich reine Fiktion“, sagt der 40-Jährige und grinst verschmitzt. Denn der Autor liebt es, seine Leser zu verwirren, ihnen Ungereimtheiten, Zwiespälte und...

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