„Ich wollte anders sein.“ Erik Erikson und die Entwicklung der Identität

10 / 2012 von:  Edward Hoffman
 

Erik Erikson zählt zu den einflussreichsten Psychologen des 20. Jahrhunderts. In seinen Forschungen widmete er sich der Entwicklung von Persönlichkeit und Identität über die Lebensspanne – von der Bindungsfähigkeit des Babys bis zur Weisheit des Alters. Während seiner mehr als fünfzigjährigen Tätigkeit erzielte Erik Erikson großes Ansehen als origineller Denker, der in seiner Arbeit weit über die Lehren der Freudianer hinausging.

Es ist schon fast ein geflügeltes Wort, dass psychologische Denker sich gerne Themen zuwenden, die ihre eigenen inneren Kämpfe widerspiegeln. Ob dies nun immer zutrifft oder nicht, bei Erik Erikson scheint es zu stimmen – seine lebenslange Beschäftigung mit der Entwicklung der Ich-Identität hat ihre Ursachen wohl in seiner eigenen Kindheit. Geboren im Jahr 1902 als Erik Salomonsen in Frankfurt am Main, war er das Produkt einer außerehelichen Beziehung seiner dänischen Mutter Karla Abrahamsen. Diese lebte zu der Zeit getrennt von ihrem dänischen Mann Waldemar Salomonsen in Deutschland. Beide...

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