„Ich wollte zu viel von meiner Mutter“

10 / 2013 von:  Annette Pehnt im Gespräch
 

Annette Pehnt erkundet in ihrem Buch Chronik der Nähe die Mutter-Tochter-Beziehung über drei Generationen hinweg. Am Sterbebett der Mutter lässt die Ich-Erzählerin die Geschichte von Großmutter, Mutter und Tochter mit all ihren Tiefen und Untiefen lebendig werden. Dass viel Autobiografisches in dem Buch steckt, ist schnell geklärt. Jedes Buch sei in gewissem Maße autobiografisch, meint Pehnt, weil der Autor, das, was er schreibt, während des Schreibens tatsächlich erlebe

PSYCHOLOGIE HEUTE Frau Pehnt, sind Sie lieber Mutter oder Tochter?

Annette PEHNT Ich bin lieber Mutter. Ich finde es einfacher, Mutter zu sein. Das ist aktiver. Als Tochter muss ich den Ball aufnehmen, der mir zugespielt wird. Tochter sein ist eher so … ein Ringen.

PH Frauen sind heute frei, die Mutterrolle zu wählen. Die Generation der in Ihrem Buch beschriebenen Großmutter, auch der Mutter der Erzählerin hatte diese Möglichkeit noch nicht.

PEHNT Das ist richtig. Wir können uns heute mehr oder weniger ein Lebenskonzept aussuchen, in das die Mutterrolle hineinpasst. Ich wollte immer Mutter...

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