Im Gehirn der Täter

04 / 2014 von:  Eva Tenzer
 

Hat der Mensch einen freien Willen? Sind Verbrecher verantwortlich für ihre Taten? Neurowissenschaftler bezweifeln dies zunehmend. Nicht nur Rechtsexperten, auch Psychologen und Hirnforscher debattieren deshalb den Einsatz hirnbiologischer Diagnosen vor Gericht

Der Amerikaner Charles Whitman tötete bei einem Amoklauf 17 Menschen. Bis zu diesem Tag war er völlig unbescholten geblieben, allerdings hatte er einige Zeit zuvor ungekannte aggressive Impulse an sich bemerkt. Da er beim Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde, konnten sich Forscher sein Gehirn genauer ansehen und entdeckten bei der Autopsie einen Tumor. Der wucherte an einer Struktur namens Amygdala, auch Mandelkern genannt, die an der Regulierung von Angst und Aggressivität beteiligt ist. Eine Störung in diesem wichtigen Zentrum kann massive Veränderungen des sozialen Verhaltens zur...

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