Im Namen des Vaters

08 / 2010 von:  Svenja Flaßpöhler
 

Ist es gleichgültig, ob ein Kind den Geburtsnamen des Vaters oder den der Mutter bekommt? Die Meinungen hierzu gehen auseinander. Ein Psychoanalytiker aber hält ein eindeutiges Plädoyer für den Namen des Vaters. Heißt das Kind wie er, ermöglicht er als Dritter im Bunde die Loslösung des Kindes von der Mutter

Fürchte dich nicht: denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Tröstend, ja zutiefst beruhigend ist der Zuruf Jahwes an das gefangene Volk Israel, ausgesprochen von einem Gott, der die Hilflosen noch in größter Not zu schützen und zu halten verspricht. Doch es ist nicht nur Liebe, die in dem Bibelvers zum Ausdruck kommt. Du bist mein, sagt Jahwe, weil ich dich beim Namen gerufen habe. Die Vergabe des Namens bedeutet Verantwortung und Macht zugleich: Wer etwas benennt, verleiht dem Ding seine Identität und macht es sich damit zu eigen, nimmt es, so könnte...

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