Katastrophe!

11 / 2011 von:  Manuela Lenzen
 

Bei der Ursachenfahndung nach Katastrophen wie der Reaktorhavarie von Fukushima ist schnell von „menschlichem Versagen“ die Rede. Doch es ist zu kurz gedacht, Menschen nur als Fehlerquelle anzusehen. In Krisen kommt es darauf an, die Flexibilität menschlichen Handelns zu nutzen – und vor allem zu koordinieren.

Der Kapitän der MS Antwerpen sitzt gerade beim Tee, als der Funkoffizier auf die Brücke stürmt: Ein Containerschiff hat im Sturm einen Teil seiner Ladung verloren, die mehr als hundert Stahlcontainer treiben nun in ihrem Seegebiet vor der Küste Neufundlands. Der Kapitän fordert die genaue Position vom Ersten Offizier. Doch der ist gerade beschäftigt und überhört die Aufforderung. Das in die Jahre gekommene Kreuzfahrtschiff mit 300 Passagieren und 200 Besatzungsmitgliedern rollt derweil im Sturm, die Stimmung unter den zumeist seekranken Passagieren ist schlecht. Als der Kapitän sich endlich...

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