„Moral kann nicht in die Köpfe gehämmert, sie muss im System verankert werden“
Der Sozialpsychologe Jonathan Haidt erforscht seit langem die psychischen Grundlagen moralischen Handelns. Unter anderem fand er heraus, warum sich in den USA und anderen Ländern die politischen Lager oft so unversöhnlich gegenüberstehen. In seiner neuen Position als Professor für Ethik in der Wirtschaft an der New York University untersucht er nun, wie man mehr Moral in die Unternehmen bringen kann
Als ein Grundprinzip der Moralpsychologie nennt Jonathan Haidt in seinem Buch The Righteous Mind: „Intuitionen kommen zuerst, strategisches Räsonieren danach.“ Gemeint ist, dass wir über uns und unsere Mitmenschen längst geurteilt haben, wenn wir vernünftige Begründungen für unsere Werturteile nachschieben. Wohlüberlegtes, rationales Handeln ist eine Idealvorstellung, allerdings eine illusionäre. Haidt zeichnet das Bild vom Reiter auf dem Elefanten: Das Tier lässt sich vom Reiter nur steuern, wenn es ihm genehm ist. Unsere Vernunft ist der Reiter, unsere Intuitionen sind der Elefant.
Als ein...
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Bärbel Wardetzki: Blender im Job
Vom klugen Umgang mit narzisstischen Chefs, Kollegen und Mitarbeitern. Scorpio-Verlag, 2015, 192 Seiten. Siehe Interview, aktuelles Heft, Seite 87.







