Ruth Cohn: „Ich möchte, dass jeder Mensch ganz ‚Ich‘ sagen lernt“

02 / 2012 von:  Annette Schäfer
 

Ruth Cohn, die 2012 ihren 100sten Geburtstag gefeiert hätte, gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der humanistischen Psychologie. Als hochpolitische Frau wollte sie sich nicht darauf beschränken, einzelne Patienten zu therapieren. Mit der themenzentrierten Interaktion (TZI) entwickelte sie ein Gruppenkonzept, das Selbstverantwortung und Wertschätzung im menschlichen Miteinander in den Mittelpunkt stellt

Als Ruth Cohn 1933 Berlin in Richtung Zürich verlässt, steckt in ihrer Tasche ein Umschlag mit einem Tausendmarkschein. Ein ebenfalls in die Schweiz flüchtender Vetter hat sie gebeten, den Schein für ihn über die Grenze zu schmuggeln. Es ist eine äußerst riskante Aktion. Juden, die unerlaubt Geld aus dem Land schaffen, müssen mit dem Schlimmsten rechnen. Die 20-Jährige hat große Angst, ist aber nicht bereit, sich davon bremsen zu lassen. Im Zug wird sie von einem orientalisch aussehenden Mann angesprochen. Die verschreckte Schmugglerin fürchtet, er sei ein Spion. Doch es handelt sich um einen...

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