Tango – ein Tanz als Therapeutikum

10 / 2011 von:  Eva Tenzer
 

Tango tanzen macht Spaß, aber nicht nur das: Psychologen und Ärzte entdecken positive Wirkungen bei Parkinson, Depressionen oder Stress. Auch für die Behandlung von Paar- und Kommunikationsproblemen scheint der sinnliche Tanz geeignet. Lässt er sich gezielt für Therapien nutzen?

Wer die Liebe zum argentinischen Tango entdeckt, hat im Leben schon einiges durchgemacht, so eine Grunderfahrung langjähriger Praktiker. 2009 von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt, erlebt dieser melancholische Tanz seit einigen Jahren einen anhaltenden Boom. Vor allem Akademiker mittleren Alters scheinen sich davon angezogen zu fühlen, obwohl der Tango Ende des 19. Jahrhunderts am entgegengesetzten Ende der sozialen Leiter entstand – in den multiethnischen Einwanderermilieus Argentiniens unter sozialpsychologischen Bedingungen wie Armut, Entwurzelung, Identitätsproblemen und...

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