Unser Kind, das fremde Wesen

12 / 2013 von:  Annette Schäfer
 

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heißt es. Aber manchmal tut er es doch. Wie gehen Eltern damit um, wenn ihr Kind ganz anders ist als sie selbst? Wenn es autistisch, gehörlos, geistig behindert oder auf andere Weise „besonders“ ist? Der amerikanische Autor Andrew Solomon hat betroffene Familien untersucht – und kommt zu bewegenden Erkenntnissen

Als Sam geboren wird, nehmen die Ärzte zunächst an, das Mädchen sei aufgrund des verfrühten Geburtstermins so klein. Doch einen Monat später steht die Diagnose fest: Achondroplasie, eine Form von Minderwuchs. Die Eltern sind am Boden zerstört. Selbst ein taubes oder blindes Kind hätten sie lieber gehabt, erinnert sich die Mutter Mary Boggs später: „Alles wäre besser gewesen als Kleinwuchs. Wir fragten uns, warum wir überhaupt noch ein weiteres Kind bekommen hatten.“ Aber bei Mary und ihrem Mann tritt bald eine Wandlung ein. Sie passen das Haus an die Bedürfnisse ihrer Tochter an. Sie bekommen...

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