„Vielleicht gibt es das unabhängige Selbst irgendwann nicht mehr“

12 / 2017 von:  John von Düffel im Gespräch
 

Dem Zwang zur Selbstoptimierung kann sich kaum jemand entziehen. Wie Menschen damit umgehen, welche Auswirkungen das auf die Psyche hat – dafür interessiert sich der Schriftsteller John von Düffel in vielen seiner Werke

 

Ihr neuer Roman Klassenbuch beschreibt Jugendliche, die zwischen virtueller und analoger Realität nach Identität suchen. Was interessiert Sie an dem Thema?

Vor einigen Jahren habe ich ein Schreibprojekt mit Berliner Schülern gemacht. Damals war ich erstaunt, wie unterschiedlich die Jugendlichen in Prägung, Herkunft, Erfahrung und in ihrer Affinität zu bestimmten Medien sind. Ein einheitliches Thema fürs Schreibprojekt war jedenfalls nur schwer zu finden. Diese Diversität von Lebens- und Innenwelten scheint mir prägend für unsere Zeit. In Klassenbuch habe ich versucht, sie durch neun Stimmen...

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Wolfgang Schmidbauer: Raubbau an der Seele

Psychogramm einer überforderten Gesellschaft
gebunden, 256 Seiten, oekom Verlag, 2017

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