Wann ist ein Mensch psychisch krank?

10 / 2017 von:  Andreas Heinz im Gespräch
 

Bei psychischen Leiden ist der Übergang von der Lebenskrise zur Störung fließend. Wo verläuft die Grenze zur ­Krankheit? Der Psychiater Andreas Heinz hat da ­einen Vorschlag

Herr Professor Heinz, warum ist es so schwierig, psychische Krankheit zu definieren? Kann man nicht einfach sagen: Ich ­leide, also bin ich krank? 

Damit würden wir ja schnell alle möglichen Leidenszustände zu einer Krankheit erklären. So wird beispielsweise seit Jahren diskutiert, ob es eine Verbitterungsstörung gibt. Aber das geht mir zu weit. Verbitterung, das ist doch ein Gefühl, das zum Leben dazugehört. Genauso wie Traurigkeit und Trauer, Angst und Panik, Verzweiflung und Enttäuschung. Gefühle, die jeder mehr oder weniger kennt. Gefühle, die es auszuhalten gilt und mit denen man umgehen...

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