Was ist Mitgefühl? Wofür ist es gut?

02 / 2014 von:  Tania Singer im Gespräch
 

Was geschieht im Gehirn, wenn wir Mitgefühl empfinden? Lassen Fürsorglichkeit und Gemeinsinn sich einüben wie Klavierspiel oder eine Fremdsprache? Die Psychologin Tania Singer, Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, schlägt in ihren Studien weite Brücken zwischen den Meditationstechniken tibetanischer Mönche und neuronalen Strukturen für Verantwortungsbewusstsein und Kooperation. Und auch die Kunst gibt ihr wichtige Impulse

Psychologie Heute  Frau Professor Singer, wie war das, als die Kunst Sie umgehauen hat?

Tania SINGER  Ehrlich gesagt: Ich lag schon. Das gehörte zur Versuchsanordnung. Ich lag flach auf dem Boden der großen Turbinenhalle in der Londoner Tate Modern; der Raum war von einer riesigen goldenen Sonne beleuchtet, die der Künstler Ólafur Elíasson dort installiert hatte – und in einem Spiegel unter der Decke, ganz weit oben in 35 Meter Höhe, sah ich mich winzig klein, auf dem Rücken liegend. So winzig, dass ich winken und zappeln musste, um zu erkennen, welche der vielen kleinen Ameisen da unten ich...

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