„Was Menschen verfolgt, ist das letzte Bild vor der Katastrophe“

08 / 2014 von:  Anke Ehlers im Gespräch
 

Sie standen in der U-Bahn, als sich dort ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte, oder mussten zusehen, wie der Tsunami einen Freund mit sich riss: Wer bei Anke Ehlers Hilfe sucht, hat eine Katastrophe durchlebt, die ihn nicht mehr loslässt. Die Psychotherapeutin entwickelt Verfahren, die traumatisierten Patienten eine Rückkehr ins Leben ermöglichen

Psychologie Heute  Frau Professor Ehlers, können Sie sich an den 7. Juli 2005 erinnern?

Anke EHLERS  Selbstverständlich! Das war ein schwarzer Tag, ein traumatischer Schlag für ganz Großbritannien.

PH  In London, mitten im morgendlichen Berufsverkehr, zündeten damals islamistische Terroristen, vermutlich Selbstmordattentäter, vier Bomben. In Bahnhöfen, in der U-Bahn, in einem Bus. 56 Menschen wurden getötet, 775 verletzt, viele von ihnen schrecklich verstümmelt. Glauben Sie, dass das Land heute, fast zehn Jahre nach dem Anschlag, über das Trauma hinweggekommen ist?

EHLERS  Ich glaube, die...

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