Weil es oft anders kommt: Die Kunst, mit Unsicherheit zu leben

12 / 2012 von:  Ursula Nuber
 

Die Welt ist ein unsicheres Pflaster. Auf nichts kann man sich mehr verlassen: nicht auf den Euro, nicht auf die Liebe, nicht auf Politiker, nicht auf die Sicherheit von Arbeitsplätzen. Wie gehen wir damit um, dass so viele Bereiche unseres Lebens fragil sind, bedroht von Veränderungen oder gar plötzlichen Zusammenbrüchen? Können wir uns fit machen für das Ungewisse? Welche Fähigkeiten brauchen wir dazu?

In den letzten hundert Jahren sind so viele fundierte Überlieferungen zusammengebrochen, Überlieferungen im familiären und sozialen Leben, in Regierungsformen, in wirtschaftlicher Hinsicht und im religiösen Glauben. Im Laufe der Jahre scheinen die Felsen immer weniger zu werden, an die wir uns klammern können – weniger auch die Dinge, die wir als absolut richtig, wahr und allzeit gültig betrachten können.“ Diese Zeilen schrieb der Religionsphilosoph Alan Watts – Anfang der 1950er Jahre. Seiner Analyse nach hatten die Menschen damals das Gefühl, „in Zeiten ungewöhnlicher Unsicherheit“ zu leben....

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