Wer nicht gesehen wird, endet tragisch

02 / 2011 von:  Parfen Laszig
 

„Was uns allen als Menschen gemeinsam ist, ist der Schmerz“, meint der Regisseur Alejandro González Iñárritu und wirft uns in seinem dritten Spielfilm Babel in eine Welt widersprüchlicher Gefühle und Beziehungen, in ein Kaleidoskop aus Menschen, Sprachen, Ländern und Kulturen

Babel beginnt für uns Zuschauer mit dem Hören. Noch ist die Leinwand dunkel, wir hören lediglich das Rauschen des Windes und das Knirschen näherkommender Schritte. Das erste Bild zeigt uns das markante Gesicht eines Mannes auf seinem Weg durch eine Steinwüste in Nordafrika. Er besucht einen benachbarten Ziegenhalter, und die Unterhaltung in der Sprache der Berber wird in Untertiteln übersetzt. Der Besucher, Hassan, will Abdullah ein Jagdgewehr und Patronen verkaufen. Dieses Gewehr und seine große Reichweite soll Abdullahs halbwüchsigen Söhnen Ahmed und Yussef ermöglichen, die Ziegenherde vor...

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