"Wir dürfen gewöhnlich sein"

03 / 2011 von:  Matthias C. Müller im Gespräch
 

Der Philosoph Matthias C. Müller plädiert für gelebte Spießigkeit: In seinem Buch Alle im Wunderland – Verteidigung des gewöhnlichen Lebens wendet er sich gegen den Zeitgeist, der uns allen suggeriert, wir müssten etwas Besonderes sein. Für Müller liegt das Glück in der Wiederentdeckung des Gewöhnlichen – und in der guten alten Spießigkeit

PSYCHOLOGIE HEUTE  Was ist so toll am gewöhnlichen Leben und so schlecht am ungewöhnlichen?

MATTHIAS C. MÜLLER   Ich glaube, man sollte zwischen mehreren Bedeutungen des gewöhnlichen Lebens unterscheiden. Ganz direkt betrachtet, ist das gewöhnliche Leben eben dieses alltägliche Leben in seinem unabwendbaren Auf und Ab, mit seinen Freuden und Ärgernissen. Hierzu gehören das anregende Gespräch mit einer Passantin auf der Straße und der unangenehme Gang zum Zahnarzt, ein kulinarischer Genuss und die Schüchternheit beim Besuch einer Party.

Das gewöhnliche Leben ist aber aus einer...

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