„Wo kein Selbstzweifel ist, da ist Stillstand“

01 / 2014 von:  Ralf Rothmann im Gespräch
 

Ralf Rothmanns Protagonisten stehen oft abseits, beobachten das Leben der anderen mit einer seltenen Mischung aus Abstand und Mitgefühl. Eine Position, die der Schriftsteller aus seiner Kindheit und Jugend kennt

Gelächter, Stimmengewirr, Löffelklappern. Das Café Einstein in Berlin ist gut besucht, hier sitzt eine bunte Mischung aus Geschäftsleuten, Politikern, Touristen. Ralf Rothmann lässt sich vom Trubel nicht stören, bahnt sich den Weg zum Tisch in der hintersten Ecke des Raumes. Vom ersten Moment des Gesprächs an wirkt der Schriftsteller konzentriert, lauscht den Fragen so andächtig, als beobachte er sein Gegenüber mit den Ohren. Dann sucht er sorgfältig nach Antworten, relativiert Halbsätze und formuliert um, bis er ein sprachliches Bild gefunden hat, das für ihn den Punkt trifft. Man ahnt, warum...

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