Zweisprachigkeit: Trainingscamp für das Gehirn

11 / 2012 von:  Annette Schäfer
 

In der globalen Welt gibt es immer mehr Menschen, die regelmäßig zwei oder mehr Sprachen sprechen. Ihren mentalen Fähigkeiten tun sie damit einen großen Dienst. Zweisprachige Menschen sind „Einsprachlern“ tendenziell bei kognitiven Funktionen wie Aufmerksamkeitssteuerung, Prioritätensetzung und der Unterdrückung ungewollter Reaktionen überlegen. Bilingualismus scheint sogar einen gewissen Schutz vor einer Alzheimererkrankung zu bieten

Zweisprachigkeit ist ein erstaunlich verbreitetes Phänomen. Weltweit gesehen sind Bi- und Multilingualismus die Regel, nicht die Ausnahme, sagen Experten. Für einen Inder beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, dass er mit den Eltern Pandschabi, mit den Schwiegereltern Bengali und in der eigenen Familie Hindi und Englisch spricht. In den USA bezeichnen sich 20 Prozent der Bevölkerung als bilingual; in Kanada sind es 35 Prozent. Auch in der Europäischen Union können 56 Prozent der Bevölkerung in einer Sprache parlieren, die nicht ihre Muttersprache ist; die Hälfte von ihnen benutzt die...

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