ZEITPERSPEKTIVEN
Wo leben Sie eigentlich?
In der Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft?
Leben Sie eher im Gestern, im Heute oder im Morgen? Die persönliche Zeitperspektive ist uns meist unbewusst, aber sie prägt unsere Entscheidungen und unser ganzes Leben. Sie bestimmt, wie Erfahrungen verschlüsselt, abgespeichert und erinnert werden. Zudem hat sie einen entscheidenden Einfluss auf unsere Wahrnehmung und Emotionen, unsere Erwartungen und Ziele und unsere Zukunftsvorstellung.
Von Philip G. Zimbardo
WERTEWANDEL
Was macht uns glücklich?
Leben wir im „postmaterialistischen Zeitalter“? Nicht wirklich, wie spätestens die Turbulenzen an den Börsen zeigten. Geld und Besitz bleiben auch in der vermeintlichen Überflussgesellschaft wichtig für unser Glück und Wohlbefinden – vor allem für jene mit schlankem Bankkonto. Gleichwohl rücken „alte“, nichtmaterielle Werte wieder stärker in den Vordergrund. Der wichtigste: die Familie.
Von Jan Delhey
SOZIALPSYCHOLOGIE
Arbeit macht das Leben mies
Karl Marx ist bekannt als einflussreichster Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus, als Gesellschaftskritiker und Geschichtsphilosoph. Im Grunde war er jedoch ein brillanter Sozialpsychologe, der es verstand, seine Theorien auf die gesellschaftliche Gefühlslage abzustimmen. Dabei ahnte er Entwicklungen voraus, die heute die Arbeitswelt bestimmen.
Von Hans-Martin Schönherr-Mann
UMGANG MIT DEM TOD
Die Zukunft des Sterbens:
Wo und wie werden wir ewig ruhn?
Veränderte Lebensformen bringen auch andere Formen des Sterbens hervor – und damit einen anderen, pragmatischen Umgang mit dem eigenen Tod. Wo es keine Bindungen mehr an Orte oder Menschen gibt, muss das eigene Ende selbstverantwortlich bereits zu Lebzeiten gestaltet werden.
Von Andreas Belwe
„Sterben ist die letzte narzisstische Kränkung“
Wie werden wir sterben? Was werden wir erleben, wenn wir den Übergang vom Leben zum Tod bewältigen müssen? Die Psychologin und Theologin
Monika Renz, die Sterbende begleitet, macht immer wieder die Erfahrung: Das Sterben kann eine Bereicherung sein.
MIGRANTEN
Psychotherapie für Muslime
Über drei Millionen Menschen muslimischen Glaubens leben in Deutschland. Für die meisten von ihnen scheint Psychotherapie immer noch ein Tabu zu sein; Vorbehalte und Misstrauen prägen die Einstellungen. Hinzu kommt, dass es bisher nur wenige Therapeuten gibt, die den kulturellen und religiösen Hintergrund der Betroffenen verstehen.
Von Thomas Klatt
PSYCHOLOGIE & FILM
Der andere Blick
Ein guter Film bringt uns mit uns in Kontakt. Er lässt uns andere, neue Erfahrungen machen. Er vergrößert unsere Welterkenntnis und betreibt unsere Selbsterweiterung. Psychoanalytiker und Psychotherapeuten haben diese Dimension von Spielfilmen längst erkannt. Sie diskutieren in ihren Kreisen und in der Fachliteratur die psychologischen Ebenen von Spielfilmen und durchleuchten die Arbeitsweise von Regisseuren. Um diese Erkenntnisse möglichst vielen Kinofans zugänglich zu machen, startet Psychologie Heute mit diesem Artikel eine neue Serie. In zweimonatlichem Abstand besprechen Psychotherapeuten und -therapeutinnen wichtige Spielfilme. Ihr „anderer Blick“ auf das filmische Geschehen kann begeisterten Kinogängern die Augen öffnen.
Von Gerhard Bliersbach
MYTHOS UND PSYCHE
Mythen: Heilsgeschichten für die Seele
Mythen sind keine „Welterklärungsmodelle“, wie vielfach angenommen. Sie spiegeln vielmehr das Erleben und Empfinden des Säuglings und Kleinkindes wider und belehren uns über die Ursprungsgeschichte unseres Bewusstseins. – So lautet die erstaunliche These des Religionswissenschaftlers Harald Strohm und des Verhaltensforschers Norbert Bischof.
Von Till Bastian
STOTTERN
Was verursacht Stottern – und was hilft?
Wie flirtet man, wie verschafft man sich vor anderen Gehör, wenn die Wörter an der Zungenspitze klebenbleiben? Einer von 100 Menschen leidet von klein auf an Stottern. Die Suche nach der perfekten Therapie ernährt zwar eine ganze Reihe von Logopäden, Therapeuten und Sprachheilschulen, hat sich bislang jedoch als trügerisch erwiesen. Auch über den Auslöser des Stotterns streiten sich die Gelehrten: Ist es Geschwisterkonkurrenz, unkontrolliertes Atmen, ein genetisch bedingter Defekt in der Hirnstruktur? – Tiefenpsychologen sind überzeugt, dass Stottern in Kindheitskonflikten wurzelt.
Von Godehard Weyerer
KINDER- UND JUGENDHILFE
„Wir geben keinen Jugendlichen auf“
In München prügelten Jugendliche einen Rentner krankenhausreif, in Rostock stach ein 17-jähriges Mädchen an einer S-Bahn-Station auf einen Mann ein. Kann die Jugendhilfe in solchen Fällen noch etwas ausrichten? „Ja!“, ist der Heidelberger Familientherapeut
Jochen Schweitzer überzeugt. Im Gespräch erklärt er, wie mit den neuen Methoden der systemischen Therapie Jugendlichen und ihren Eltern geholfen werden kann.
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