www.psychologie-heute.de | Artikelübersicht Heft 7/09
DIE ARTIKEL IM HEFT 7/2009
LIEBE UND MACHT

Wer hat die Macht?

Die Machtstrategien der Geschlechter

„Du hörst nicht richtig zu!“ „Du kümmerst dich zu wenig um mich!“ „Wir reden kaum miteinander!“ Paare können oft sehr gut artikulieren, was in ihrer Beziehung alles nicht in Ordnung ist. Doch niemals würden sie sagen: „Wir haben ein Machtproblem!“ Das Thema „Macht“ scheint ein Tabu zu sein. Dabei ist sie – ungleich verteilt – oftmals die Wurzel so mancher Beziehungsschwierigkeit. Von Friederike von Tiedemann

Sich selbst behaupten oder
sich dem Partner anpassen?

Der bekannte Paartherapeut Hans Jellouschek beantwortet in seinem neuesten Buch „Was die Liebe braucht“ wichtige Beziehungsfragen. Unter anderem geht er auch auf die Frage ein: Wann soll man in einer Partnerschaft die eigene Machtposition behaupten, und wann ist es sinnvoll nachzugeben?

Wie Männer dafür sorgen, dass
alles so bleibt, wie sie es wollen

An Ungleichheiten in der Beziehung entzünden sich immer wieder Auseinandersetzungen. Doch diese Machtkämpfe führen nur selten zu Chancengleichheit. Woran liegt das? Von Ursula Nuber
VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN

Ich glaube was, was ihr nicht seht

Wurde Prinzessin Diana ermordet? Stammt Aids aus geheimen Labors der CIA? Dienen die Strichcodes in den Supermärkten der Überwachung der Bürger? Machen unterschwellige Werbespots uns zu willenlosen Marionetten der Konzerne? Nicht wenige sind davon überzeugt – Verschwörungstheorien finden regen Zuspruch. Was steckt hinter dem Glauben an geheime Machtzirkel und abgekartete Machenschaften? Von Christine Amrhein
BILDUNG

Das Wissensquintett

Fünf Intelligenzen für das 21. Jahrhundert

Bildung bleibt die entscheidende Ressource für die persönliche wie für die gesellschaftliche Zukunft, darüber scheinen sich alle einig zu sein. Aber worin besteht sie? Was müssen wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wirklich können, um zu prosperieren? Der Intelligenzforscher Howard Gardner plädiert für fünf Schlüsselkompetenzen. Von Andreas Huber

„Wir leiden immer noch an den Folgen
einer rigiden Erziehungsmoral“

Der deutsche Bildungsforscher Rolf Arnold über Gardners „Five Minds“ und die Zukunft des Lernens in Deutschland.
DEPRESSION

Helfen Pillen gegen die Schwermut?

Als vor rund 50 Jahren die ersten Psychopharmaka gegen Psychosen und Depressionen entwickelt wurden, galt dies als ein großer Fortschritt in der Behandlung psychischer Krankheiten. Doch inzwischen mehren sich die Zweifel: Sind Antidepressiva wirklich die beste Behandlungsmethode bei Depressionen? Oder ist die Psychotherapie den Medikamenten überlegen? Zunehmend wird unter Fachleuten über diese Frage gestritten. Von Ulfried Geuter

Beachten Sie bitte: Zu diesem Artikel gibt es eine Literaturliste, die nur im Internet abrufbar ist – Sie finden sie unter der Adresse:

www.psychologie-heute.de/literaturliste/
helfen_pillen_0907.html

PSYCHOANALYSE

Wo steht die Psychoanalyse?

Die Psychoanalyse ist heute einer starken Popularisierung und Banalisierung ausgesetzt und läuft Gefahr, durch andere Therapieformen vereinnahmt zu werden. Doch deshalb ist sie noch lange nicht tot, wie manche Kritiker unken. Ganz im Gegenteil, meint Marianne Leuzinger-Bohleber, die Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main. Ihrer Ansicht nach hat die Psychoanalyse als klinische und forschende Disziplin Einzigartiges zu bieten.
DAS PORTRÄT: INGRID RIEDEL

„Es gibt einen großen Bedarf an Mütterlichkeit in der Welt!“

Farben, Träume, Märchen und Mythen sind ihre Welt. In zahlreichen Büchern, die zum Teil Bestseller sind, in Seminaren und Vorträgen, aber auch in ihrer therapeutischen Tätigkeit spielen diese Themen eine große Rolle. Die Psychotherapeutin und Autorin Ingrid Riedel ist eine Größe in der deutschsprachigen Therapieszene. Eine stille Größe. Denn Eitelkeit und narzisstische Selbstbespiegelung sind ihr völlig fremd. Nun, da sie älter wird, übt sie sich im Loslassen und in Generativität. Von Dörthe Binkert
MEDIZIN UND ETHIK

Wann ist der Mensch tot?

Ein Mensch ist tot, wenn er nicht mehr atmet und das Herz zu schlagen aufhört, sagt die Bevölkerung. Falsch, sagt die Medizin: Der Tod tritt ein, wenn das Gehirn seine Arbeit einstellt. Doch inzwischen sind sich die Fachleute da nicht mehr ganz so sicher. Das „neurozentrische“ Sterbemodell ist mehr denn je umstritten. Von Jörg Zittlau
ARBEITSLEBEN

Kann man sich in seinen Job
(neu) verlieben?

Wir verbringen mehr Zeit mit ihm als mit unserer Familie. Dennoch verrichten die meisten Deutschen ihren Job gleichgültig, gelangweilt oder gar mit Abneigung. Muss das so sein? Arbeitsforscher haben sich auf die Suche nach den Faktoren guter und erfüllender Arbeit gemacht und dabei einige erstaunliche Zusammenhänge entdeckt. Von Jochen Metzger

Warum Oscar-Preisträger länger leben

Der Medizinsoziologe Johannes Siegrist erklärt, wie Wertschätzung im Job uns gesund erhält und warum man (Un-)Gerechtigkeit im Blut von Arbeitnehmern nachweisen kann.
PSYCHOLOGIE & FILM

Die Rückkehr des Verdrängten

Der Film „Caché“ von Michael Haneke führt überzeugend vor Augen, was passieren kann, wenn ein Mensch die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie verweigert (Szene mit Daniel Auteuil und Juliette Binoche). Von Gabriele Weyand
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