www.psychologie-heute.de | Artikelübersicht Heft 1/10
DIE ARTIKEL IM HEFT 1/2010
NEUES WAGEN

„Ab morgen werde ich …“

Müssen wir so bleiben, wie wir sind?

Etwa die Hälfte aller Menschen fasst an der Jahreswende gute Vorsätze fürs nächste Jahr. Nur acht Prozent erreichen das gewünschte Ziel. Offenbar wissen wir nicht so richtig, wie man sich etwas abgewöhnt. Selbstveränderung ist schwieriger, als die meisten Menschen glauben. Sie ist sogar schwer, wenn es um Leben und Tod geht: 90 Prozent aller Herzinfarktpatienten schaffen es nicht, ihren Lebensstil dauerhaft zu verändern, um länger und gesünder zu leben. Warum scheitern wir so häufig dabei, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen und langfristig durchzuhalten – und wie kann uns die Psychologie bei der gewünschten Selbstveränderung helfen? Von Heiko Ernst

„Spring doch!“ Man muss auch wollen können

Motivation gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselbegriff in der Psychologie. Für erfolgreiches Handeln, Arbeiten und Lernen ist aber etwas noch wichtiger: der lange Zeit vergessene Wille. Grundlagenforscher haben den Willen wieder entdeckt und zeigen nun, was Willenskraft eigentlich ausmacht und wie wir sie gezielt trainieren können. Von Andreas Huber
NEUE MEDIEN

Permanent online: Wie die neuen Medien das Leben verändern

Die virtuelle Datenflut nimmt weiter zu. Internetnutzer sind längst Teil eines weltumspannenden Informationsnetzwerkes mit immer neuen und schnelleren Diensten. Kann unsere Psyche dieses Dauerfeuer noch verarbeiten? Wie beeinflussen Twitter, Facebook & Co Aufmerksamkeit und Konzentration – und wie verändern sie das soziale Leben? Von Eva Tenzer

„Ständig online, das geht nicht“

Götz Mundle ist Psychotherapeut und Ärztlicher Geschäftsführer der Oberbergkliniken, wo schwerpunktmäßig Erkrankungen wie Burn-out, Sucht und Depressionen behandelt werden. Er warnt vor den Gefahren der wachsenden Informations- und Kommunikationsflut, die uns täglich über das Internet erreicht.
PSYCHOLOGIE & PRAXIS

Gewaltfreie Kommunikation

Der Schlüssel für eine effektive Konfliktlösung?

Als „Sprache der Empathie“ bezeichnet der amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg sein Kommunikationsmodell. Hinter jedem Konflikt, so seine Grundannahme, stehen unerfüllte Bedürfnisse, wie beispielsweise das Bedürfnis nach Wertschätzung, Respekt, Autonomie und Verständnis. Wird das jeweilige Bedürfnis erkannt, formuliert und vom Gegenüber verstanden, führt das laut Rosenberg zur Deeskalation. Von Birgit Schönberger

Die Sprache des Herzens

Marshall B. Rosenberg und sein Konzept der gewaltfreien Kommunikation. Von Katharina Sieckmann
RAUMFAHRTPSYCHOLOGIE

Mars 500: Die virtuelle Überfahrt

Bald wird es in Moskau ernst: In einer abgeschirmten Röhrenunterkunft werden sechs Menschen einen Flug zum Mars simulieren – eingesperrt für anderthalb Jahre und beobachtet von Medizinern und Psychologen, die die zwischenmenschlichen Strapazen einer solchen Langzeitisolation untersuchen. Eine Miniaturausgabe des Experiments „Mars 500“ ist bereits abgeschlossen: 105 Tage verbrachten Oliver Knickel und seine fünf Mitstreiter in dem Container. Von Thomas Saum-Aldehoff
PSYCHOLOGIE & FILM

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende

„Drei Farben: Blau“ (Regisseur: Krzysztof Kieślowski) ist ein Film über existenzielle Krisen, über Verzweiflung und Depression. Es ist aber auch ein Film über die Hoffnung und die Kraft, die entstehen kann, wenn man sich der Angst stellt. Von Otto Teischel
EMPATHIE

„Wir fühlen mit, indem wir erzählen“

Empathie gilt als zentrale menschliche Eigenschaft. Doch sie stellt sich nur ein, wenn wir für einen anderen Menschen Partei ergreifen und in der Lage sind, eine Geschichte über seine Situation zu erzählen. „Narrative Empathie“ nennt das der Literaturwissenschaftler Fritz Breithaupt.
ORDNUNG

Warum sind wir so ordentlich?

Dinge müssen ihren Platz haben, müssen systematisiert, verwaltet, geordnet werden. Wir ordnen sie in Schubladen, Ablagesystemen, stapeln sie in Schränken. Woher kommt dieser Drang zur Systematisierung? Ist er uns in die Wiege gelegt worden? Oder wurde uns die Fähigkeit, Dinge einzuteilen und zuzuordnen, eher gesellschaftlich antrainiert? Und warum beherrschen die meisten Menschen das Ordnen immer besser, während andere hoffnungslos in all ihren Dingen untergehen? Von Svenja Flaßpöhler

Das geht schon in Ordnung!

Ist Ordnung tatsächlich das halbe Leben? Was ist die andere Hälfte? Und wie ergibt das ein Ganzes? Über die spannungsreiche Beziehung von Ordnung und Unordnung. Von Heiko Ernst
PSYCHOLOGIEGESCHICHTE

Freud was here!

2009 jährte sich ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Psychologie zum hundertsten Mal: die Amerikareise von Sigmund Freud und Carl Gustav Jung. Der Ausflug in die Neue Welt dauerte nur 40 Tage, seine Auswirkungen aber waren enorm: Beide Männer wurden weltberühmt und begründeten ihren bis heute anhaltenden Einfluss. – Die Titelseite des Time Magazine mit der Abbildung Freuds erschien im Oktober 1924. Sein Name war in der Zwischenzeit zu einem alltäglichen Begriff geworden. Sogar seine Traumtheorie war in die Kultur vorgedrungen, wie ein populärer Song dieser Zeit verrät: „Don’t tell me what you dreamed last night, for I’ve been reading Freud.“ Von Edward Hoffman
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