www.psychologie-heute.de | Artikelübersicht Heft 3/10
DIE ARTIKEL IM HEFT 3/2010
ANGST?

Es gibt kein Leben ohne Angst

Angst muss ins Leben integriert werden

Angst. Wir alle kennen dieses Gefühl. Auch wenn es uns oftmals nicht bewusst ist. Denn nicht immer zeigt es sich offen, sondern verbirgt sich hinter psychosomatischen Symptomen, Aggressionen, depressiven Verstimmungen oder Arbeitswut. Wir entwickeln Abwehrstrategien gegen die Angst – weil wir Angst vor ihr haben. Doch existenzielle Angst ist ein Urgefühl menschlichen Daseins. Sie lässt sich nicht besiegen, sondern muss verstanden und ins Leben integriert werden. Von Egon Fabian

Jede Angst braucht ein Behältnis

Wir sind unseren Ängsten täglich ausgesetzt und begegnen ihnen mit vielerlei Bewältigungsstrategien. Aber eines ist dabei unerlässlich: dass wir der Angst ein Behältnis – einen Namen und eine „Ursache“ – geben. Von Gisela Grünewald-Zemsch
JUGEND UND NEUE MEDIEN

Ich bin online, also bin ich

Junge Menschen sind auf der Suche – nach sich selbst und nach einem Platz in der Gesellchaft. Zu den wichtigsten Orten für ihre Selbstfindung gehören mittlerweile die digitalen Medien und virtuellen Netzwerke. Hier bekommen Jugendliche, was sie brauchen, um in der heutigen Zeit erwachsen zu werden. Von Christina Schachtner

Beachten Sie bitte: Zu diesem Artikel gibt es eine Literaturliste, die nur im Internet abrufbar ist – Sie finden sie unter der Adresse:

www.psychologie-heute.de/literaturliste/
ich_bin_online_1003.html

SOZIALPSYCHOLOGIE

Vornamen: Cooler Jakob, oller Kevin?

„Nomen est omen“ galt schon bei den alten Römern. Unsere Vornamen schallen uns wie eine Fanfare voraus, ob wir wollen oder nicht. Meist müssen wir ein Leben lang damit zurande kommen. Manche Menschen aber legen selbst geläufige Namen ab, weil sie sich mit ihnen unwohl fühlen – nicht immer leicht für Verwandte und alte Freunde. Von Walter Schmidt
PSYCHOANALYSE IN UNSERER ZEIT

Die Idealisierung des Vaters

Der Vater hat für jedes Kind schon früh eine große Bedeutung. Dies zeigt sich oft in einer Tendenz zu seiner Idealisierung. Kinder leben mit dem Vater, selbst wenn dieser real nicht anwesend ist. Auch ein Kind, das allein mit der Mutter aufwächst, hat eine Vorstellung von ihm. Es entwickelt Interesse an dem Mann, der mit der Mutter auf eine geheimnisvolle Art verbunden ist, und macht sich ein Bild von ihm. Kann es dieses nicht an der Realität überprüfen, weil der Vater abwesend ist oder sich entzieht, besteht die Gefahr, dass eine übermäßige Idealisierung die Entwicklung behindert. Von Hans-Geert Metzger
MENTALISIERUNG

Im Geist der anderen lesen

Die Gabe, sich in die Gedankenwelt von anderen – und in die eigene – hineinzuversetzen, ist eine der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten. Kinder erwerben sie im Alter von etwa vier Jahren. Doch traumatische Erfahrungen können diesen Prozess empfindlich stören – mit Folgen bis ins Erwachsenenalter. Von Till Bastian
DAS PORTRÄT: FLORIAN HOLSBOER

„Einen Konjunktiv hören Sie
bei mir selten“

Seit mehr als 25 Jahren untersucht Florian Holsboer, wie Depressionen entstehen und wie man sie wirksam behandeln kann. Der Direktor am Münchner Max-Planck-Institut gehört in der psychiatrischen Forschung zur Topliga weltweit. Der Weg dorthin war nicht unbedingt vorgezeichnet: Der Schauspielersohn machte zunächst Karriere in der Chemie. Doch sein ungewöhnlicher Hintergrund stellte sich als eine seiner wichtigsten Stärken heraus. Von Annette Schäfer
BERUF: LEHRKRAFT

Mission impossible: Auf der Suche
nach dem perfekten Lehrer

Unmotiviert, leistungsschwach, psychisch labil, veränderungsunwillig – seit Jahren zeichnen Politiker, Journalisten und Wissenschaftler ein Zerrbild der Lehrerpersönlichkeit. Dabei belegen neueste Forschungsbefunde: Deutschlands Pauker sind besser als ihr Ruf. Von Nikolas Westerhoff
ARCHITEKTURPSYCHOLOGIE

Die Macht der vier Wände

Den größten Teil unserer Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen. Nicht immer sind diese so gestaltet, dass Menschen sich darin wohlfühlen. Das gilt vor allem für die Gebäude, in denen wir uns am häufigsten aufhalten: den Arbeitsplatz und die Schule. Auch im Krankenhaus sind Patienten oft widrigen Bedingungen ausgesetzt. Lösungen bietet die Architekturpsychologie: Sie zeigt auf, wie Bauwerke dem Menschen besser gerecht werden können. Von Anke Römer
WACHKOMA

Im Grenzland des Ich

Der Fall des Belgiers Rom Houben hat die Diskussion um die Diagnose „Wachkoma“ neu entfacht. 23 Jahre lang war der vermeintliche Komapatient bei vollem Bewusstsein in seinem gelähmten Körper eingesperrt. Ein bedauerlicher Einzelfall, basierend auf einer Fehldiagnose? Neue Erkenntnisse erhärten den Verdacht, dass auch „echte“ Wachkomapatienten keineswegs bewusstlose Hüllen sind und weit mehr von ihrer Umgebung „mitbekommen“, als man ihnen ansieht. Dies wirft schwerwiegende ethische Fragen auf. Von Jaan Karl Klasmann
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