RICHTIG UMGEHEN MIT NARZISSTEN
Narzissmus
Es gibt immer mehr schwierige Menschen
Narzisstische Menschen sind komplizierte Zeitgenossen. Nur an sich selbst interessiert, machen sie anderen oft das Leben sehr schwer. Am besten, man geht ihnen aus dem Weg, meinen Experten. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn wie es scheint, gibt es immer mehr Narzissten in unserer Gesellschaft.
Von Ursula Nuber
ESSAY
Natur – die neue Religion?
Früher war sie einfach nur da. Heute boomt die Natur in der Freizeit- und Tourismusindustrie mehr denn je und wird allerorts als Ressource entdeckt. Dabei übernimmt sie zahlreiche Funktionen – bis hin zur Stiftung von Lebenssinn –, die ansonsten die Religion lieferte. Könnte die Orientierung an der Natur dadurch selbst zu einer neuen Religion werden, zumindest zu einer Ersatzreligion? Oder handelt es sich dabei um eine antireligiöse, materialistische Orientierung, eben um das Diesseits und nicht um das Jenseits?
Von Hans-Martin Schönherr-Mann
GESELLSCHAFT
Das Zeitalter der Paranoia
Haben Sie immer öfter das Gefühl, niemandem mehr trauen zu können? Fühlen Sie sich verfolgt, beobachtet, überwacht? Haben Sie Angst vor Terroristen und Kriminellen? Sie sind mit Ihren Ängsten nicht allein: Offenbar leiden immer mehr Menschen unter paranoiden Alltagsängsten.
Von Dorette Gühlich
PHILOSOPHIE
Die Wiederentdeckung der Seele
Die Neurobiologie glaubt alle „seelischen“ Vorgänge mit feuernden Neuronen und hormonellen Ausschüttungen erklären zu können. Alles Körper also? Seele? Gibt’s nicht. Trotzdem ist das Wort „Seele“ nie aus unserem alltäglichen Sprachschatz verschwunden. Vielleicht zu Recht. Denn was wir als „Seele“ bezeichnen, lässt sich in einer etwas anderen Deutung betrachten – am Beispiel der Liebe.
Von Wilhelm Schmid
WIRTSCHAFT UND PSYCHE
Wert(e)los: Die wahren Ursachen der Finanzkrise
Die aktuelle Wirtschaftskrise ist nicht die alleinige Schuld einzelner skrupelloser Manager. Hinter dem Versagen der Verantwortlichen steht vielmehr ein Versagen unseres Wertesystems. Materialismus und kurzfristiges Denken schufen das Klima für die Auswüchse des Finanzmarkts. Um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, müssen wir uns mit den Ursachen der Krise auseinandersetzen.
Von Dieter Frey, Andreas Lenz
Beachten Sie bitte: Zu diesem Artikel gibt es eine Literaturliste, die nur im Internet abrufbar ist – Sie finden sie unter der Adresse:
www.psychologie-heute.de/literaturliste/
finanzkrise_1009.html
GESUNDHEIT
Leben ist Bewegung
„Es gibt Situationen, in denen wir erschöpft sind und nicht weiterkommen. In solchen Fällen ist die Krankheit die zweitbeste Form zu leben. Wenn wir es nicht schaffen, das gesunde Leben zu leben, dann müssen wir ausweichen können. Das ungelebte Leben reagieren wir in der Krankheit ab. Und wenn es gutgeht, haben wir hinterher vielleicht die Kraft, das eigentliche Leben doch noch zu verwirklichen.“ – Der Philosoph
Klaus Michael Meyer-Abich über die Funktionen von Krankheit, die Fehler unseres Gesundheitswesens und die zentrale Bedeutung der Bewegung für den Menschen.
KOGNITION
Wo endet der Geist?
Der Telefonnummernspeicher im Handy ergänzt unser Gedächtnis, die Brille unsere Sinne, die Schaufel unsere Motorik. Werkzeuge unterstützen uns beim Wahrnehmen, Denken und Handeln. Doch sind es nur Werkzeuge? Oder sind es Erweiterungen unseres Geistes? Eine subversive neurophilosophische Theorie behauptet: Wir denken nicht mit dem Kopf allein.
Von Thomas Saum-Aldehoff
DAS HISTORISCHE PORTRÄT
William James: „Psychologie ist keine Wissenschaft“
Die Geschichte der Psychologie ist auch eine Geschichte bemerkenswerter Persönlichkeiten. Einer der faszinierendsten Vertreter steht gleich am Anfang der Disziplin: William James. Der Amerikaner war nicht nur ein genialer, überaus produktiver Gelehrter, sondern ein komplexer und widersprüchlicher Mann, der seine eigenen physischen, psychischen und spirituellen Erfahrungen in wegweisende wissenschaftliche Konzepte transformierte. Am 26. August jährt sich sein Todestag zum einhundertsten Mal.
Von Annette Schäfer
MEDIEN UND GEWALT
Gewalt 2.0
Kinder und Jugendliche verbringen einen erheblichen Teil ihrer Freizeit in virtuellen Welten. Sie unterhalten sich in Chatrooms, pflegen Kontakte auf Netzwerkplattformen und schicken sich Nachrichten über Dienste wie Skype. Doch im Cyberspace werden nicht nur Nettigkeiten ausgetauscht. Im Gegenteil: Die Gewalt im virtuellen Raum nimmt immer mehr zu.
Von Anke Römer
Weitere Seiten zum Heft 9/10: