www.psychologie-heute.de | Artikelübersicht (1/2) Compact 23
DIE ARTIKEL (1) IN COMPACT 23 (2009)
DEPRESSION

Auf der dunklen Seite des Lebens

Die Krankheit unserer Zeit verstehen

Fast jeder fünfte Bundesbürger soll einmal in seinem Leben an Depression leiden, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Die Suche nach den Ursachen gestaltet sich nach wie vor schwierig. Dennoch gibt es für die Betroffenen Hoffnung: Neue hilfreiche Medikamente wurden entwickelt, und auch die Psychotherapie der Depression macht Fortschritte. Von Ulfried Geuter

„Die Depression ist das Ende
einer langen Anpassungsphase“

Sie haben einen hohen Anspruch an sich selbst und glauben, dass sie, wenn sie nur die Erwartungen anderer erfüllen, glücklich werden können. Sie wollen für andere alles sein und fühlen für sich selbst nichts. Depressive Menschen erkranken an ihrer hohen Anpassungsfähigkeit und Selbstverleugnung. Ein Gespräch mit der Psychotherapeutin Verena Kast.

Depression und Manie: Zeitdiagnosen

Depression und Manie sind Zeitkrankheiten: Zum einen ist das Zeiterleben der Betroffenen entweder verzögert oder beschleunigt. Zum anderen werden in ihnen gesellschaftliche Tendenzen erkennbar, die ebenfalls mit Verlangsamungen beziehungsweise Beschleunigungen verbunden sind. Von Thomas Fuchs

Das depressive Gehirn

Neue Erkenntnisse der Depressionsforschung zeigen: Psychosoziale wie körperliche Belastungen in früher Kindheit hinterlassen ihre Spur, sogenannte „biologische Narben“ in wichtigen Hirnsystemen. Gerät der Erwachsene später unter starken Stress – zum Beispiel durch eine Krankheit, einen Todesfall, Arbeitslosigkeit oder Einsamkeit –, dann brechen diese Narben auf: Der Mensch wird depressiv. Von Klaus Wilhelm

„Es geht darum, sich
persönlich einzubringen“

Die Therapie der chronischen Depression

Je nach Studie verläuft jede fünfte bis jede dritte Depression chronisch – das heißt, sie dauert länger als zwei Jahre. Die bisherigen Behandlungsansätze – egal ob psychologisch oder mit Medikamenten – können den meisten Patienten nicht helfen. Eine neue Therapie erzielt bessere Erfolge, indem sie mit einem der großen Tabus der Psychotherapie bricht, dem Distanzgebot. James McCullough ist Professor für Psychologie und Psychiatrie und Begründer dieser vielversprechenden Behandlungsform für chronische Depressionen, dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy.

„Psychoanalytiker verstehen die Depression nicht als Störung, die beseitigt werden muss“

Trotz verstärkter Bemühungen um Aufklärung nehmen Depressionen zu. Fragt man nach den Ursachen der Erkrankung, bekommt man in letzter Zeit vor allem Antworten aus der Hirnforschung oder der biologischen Psychologie. Da ist die Rede vom gestörten Stoffwechsel im Gehirn, Kortisolüberschuss oder gar von einem Depressionsgen. Marianne Leuzinger-Bohleber, geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main, plädiert für die stärkere Berücksichtigung der Psychoanalyse bei der Behandlung von Depressionen.

Machen Sie sich nicht so viele Gedanken!

Was denken andere über mich? Warum passiert das mir? Bin ich zu dick? Fragen wie diese gehen uns tagtäglich durch den Kopf. In den meisten Fällen führen diese Grübeleien zu keinem Ergebnis. Im Gegenteil: Sie verfinstern unsere Stimmung und können uns langfristig in Krankheit und Isolation treiben. Wie findet man raus aus der Grübelfalle? Wie kann man sein Leben genießen, ohne sich allzu viele Sorgen zu machen? Von Susan Nolen-Hoeksema

Gedanken sind nur Gedanken
und keine Tatsachen

Ist es möglich, mithilfe von Yoga, Meditation, Gedankenbeobachtung und Atemtechniken neuerliche depressive Krisen zu vermeiden? Ja, sagen alle bisherigen Studienergebnisse zur achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie der Depression. Sie ist Teil einer größeren Psychotherapiebewegung, in der vor allem Techniken aus der Meditationspraxis zur Behandlung psychischer Erkrankungen eingesetzt werden. Von Andreas Knuf

„Lernen, die Dinge zu sehen, wie sie sind“

Ein Gespräch mit Mark Williams, dem Mitbegründer der achtsamkeitsbasierten Depressionsbehandlung.

Helfen Pillen gegen die Schwermut?

Als vor rund 50 Jahren die ersten Psychopharmaka gegen Psychosen und Depressionen entdeckt wurden, war dies ein großer Fortschritt in der Behandlung psychischer Krankheiten, und an die Weiterentwicklung der Pillen wurden große Hoffnungen geknüpft. Heute sind viele ernüchtert: Trotz ständig neu auf den Markt gebrachter Antidepressiva sei kein Medikament grundlegend besser als die vorigen, die Wirksamkeit von Antidepressiva sei schwach. Stimmt das, oder sind Antidepressiva die beste Behandlungsmethode bei Depressionen? Ist die Psychotherapie den Medikamenten überlegen? Von Ulfried Geuter

„Medikamente sind Placebos in
ihrer Wirkung nur wenig überlegen“

Ein Gespräch mit dem Psychiater Stefan Weinmann.

Die Depression – ein Selbstheilungsversuch?

So vielfältig die Erklärungsansätze für die Ausbreitung der Depression auch sein mögen, so eindeutig und unübersehbar zeigt doch die öffentliche Diskussion des Themas die gegenwärtige Erschöpfung und Krise des modernen Menschen an. Wer an Depression erkrankt, sieht in diesem Leiden oft keinen Sinn. Doch der Verlust von Antriebskraft und Energie, von dem alle depressiven Menschen berichten, kann eine Chance sein. Von Otto Teischel

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Sonderhefte

Die 2- bis 3-mal im Jahr erscheinenden Ausgaben unserer Reihe Psychologie Heute compact setzen sich jeweils intensiv mit einem Thema auseinander. Die Hefte erhalten Sie in unserem Onlineshop. Nicht aufgeführte Ausgaben sind leider schon ausverkauft.

Die Kindheit

Wie sie uns prägt, fordert und wie wir mit ihr leben lernen (Heft 25)
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Strategien der Lebenskunst

Sichere Inseln
im Strom
der Zeit
(Heft 22)
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Hilfe für die Seele

Was
Psychotherapie leisten kann
(Heft 21)
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Älterwerden

Gelassener leben – Zu sich selbst finden – Die Früchte ernten
(Heft 20)
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Glaubenssachen

Religion,
Spiritualität,
Esoterik
(Heft 19)
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Selbsterkenntnis

Wer bin ich? Was kann ich? Was kann ich ändern? (Heft 18)
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Glücksmomente

Was wirklich zählt und was das Leben gelingen lässt (Heft 17)
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Liebesleben

Liebesleben: Was ist das Rezept für eine glückende Beziehung? – Sexualität – Probleme und Lösungen (Heft 15)
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