Ein bisschen Aberglaube schadet nicht – im Gegenteil!

01 / 2013 von:  Anna Gielas
 

Wir klopfen auf Holz, kreuzen die Finger und tragen in wichtigen Situationen ein ganz bestimmtes Kleidungsstück – doch abergläubisch sind wir natürlich nicht! Dabei müssen wir uns nicht schämen, wenn wir manchmal in magisches Denken verfallen. Es hat wertvolle Funktionen: Aberglaube lässt das Leben weniger oberflächlich erscheinen und suggeriert uns ein Gefühl von Kontrolle. Dass magisches Denken nichts für aufgeklärte Menschen sei, entlarven Wissenschaftler als Irrtum. Selbst die Rationalsten unter uns können manchmal gar nicht anders, als magisch zu denken. Das muss keineswegs ein Nachteil sein.

Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bekam die deutsche Mannschaft unerwartete Verstärkung: In den Spielen gegen England und Argentinien soll der Kaschmirpullover von Bundestrainer Joachim Löw zu den Siegen der Elf beigetragen haben. Die deutschen Medien bezeichneten das babyblaue Kleidungsstück schnell als den Glückspulli. Im vorigen Jahr wurde die berühmte Textilie für eine Million Euro versteigert. Ab 2014 wird sie offiziell im Dortmunder DFB-Fußballmuseum ausgestellt. 

Umfragen zufolge glauben heute mehr als 40 Prozent der Deutschen an glücksbringende Symbole. Und der deutsche...

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