„Seriengucken ist wie Probehandeln“

01 / 2018 von:  Svenja Taubner im Gespräch
 

Ob in der Mittagspause mit Kollegen, beim Small Talk auf der Party oder beim Treffen mit Freunden – dauernd reden wir über Serien. Viele treffen sich sogar und schauen die Episoden gemeinsam mit Gleichgesinnten. Die Psychoanalytikerin Svenja Taubner hat untersucht, warum uns Serien so in den Bann ziehen

Sie sind Psychoanalytikerin und haben zusammen mit Timo Storck ein Buch über die neuen TV-Serien herausgebracht. Was ist der Unterschied zu den alten Serien wie Lassie, Flipper oder Bonanza?

Der größte Unterschied ist, dass die Erzählstruktur sich verändert hat. Sie ist in den neuen Serien eher dem Roman vergleichbar. Es wird eine einzige große Geschichte erzählt. Sie erstreckt sich über den Verlauf der ganzen Serie, kann also 60 Stunden dauern oder länger. Bonanza, Flipper und Co sind anders aufgebaut. Man spricht bei ihnen auch von „Serials“. Dabei handelt es sich um kleine, abgeschlossene...

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