Auch drei Jahre nach Einführung des Euro hält ein Großteil der Bevölkerung nostalgisch an der D-Mark fest. 59 Prozent sagten jetzt in einer Allensbach-Umfrage, dass sie sich die Mark zurückwünschten. Nur 32 Prozent haben sich inzwischen auch innerlich auf den Euro eingestellt. Neun Prozent sind unentschieden.
Der Anteil der D-Mark-Nostalgiker ist demnach seit der letzten Allensbach-Umfrage sogar wieder leicht gestiegen. Im September 2002, ein Dreivierteljahr nach Einführung des Euro, sagten 61 Prozent, sie hätten lieber wieder die D-Mark zurück. Binnen acht Monaten fiel die Quote der Skeptiker dann auf 55 Prozent im Mai 2003. Statt jedoch weiter zu sinken, ist der Anteil der Euro-Skeptiker inzwischen wieder um vier Prozent gestiegen.
Auch das Denken und Rechnen in Euro macht nur langsam Fortschritte. Die meisten Deutschen (68 Prozent) rechnen nach wie vor Euro-Beträge im Kopf in D-Mark um, um sich vor einem Kauf ein „Gefühl“ für den Preis zu verschaffen. Nur knapp jeder Vierte hat es inzwischen aufgegeben, in D-Mark zu denken.
Es sind vor allem Angehörige der jungen Generation, die sich bereits ganz auf Euro umgestellt haben. 46 Prozent der jungen Leute zwischen 16 und 29 sagen: „Ich denke in Euro.“ Je älter die Befragten, desto schwerer fällt ihnen die Umstellung auf die neue Währung. Bei den 30- bis 44-Jährigen denken heute 31 Prozent in Euro, bei den 45- bis 59-Jährigen sind es 17 Prozent, bei den Menschen über 60 ganze 11 Prozent.
Diese Zahlen beruhen auf einer repräsentativen Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Dezember 2004 durchführte. Befragt wurden 2063 Frauen und Männer ab 16 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet.