www.psychologie-heute.de | OnlineNews, Kommunikation & Gesellschaft

Jugendliche rauchen weniger, aber kiffen mehr

Immer weniger Jugendliche rauchen: Gegenwärtig greifen 35 Prozent der 12- bis 25-Jährigen gelegentlich oder ständig zur Zigarette, im Jahr 2001 waren es noch 37 Prozent. Somit setzt sich ein Abwärtstrend fort, denn 1997 rauchten noch 41 Prozent der Jugendlichen. 64 Prozent der jugendlichen Tabakkonsumenten wollen wieder mit dem Rauchen aufhören.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über den Drogenkonsum Jugendlicher im Jahr 2004. Dazu wurden bundesweit etwa 3000 12- bis 25-Jährige nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und telefonisch interviewt. Die repräsentative Befragung wird seit 1973 in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

Die Studie zeigt, dass sich der Tabakkonsum bei den 12- bis 17-Jährigen am stärksten geändert hat: In dieser Altersgruppe stieg die Quote der Raucher in den 90er Jahren noch deutlich und lag im Jahr 2001 bei 28 Prozent. 2004 betrug sie jedoch nur noch 23 Prozent. Es gibt außerdem weniger starke Raucher, die 20 oder mehr Zigaretten am Tag konsumieren: Betrug ihr Anteil innerhalb der Rauchergruppe im Jahr 1993 noch 34 Prozent, so sank er bis zum Jahr 2001 auf 19 Prozent und ging bis heute auf 12 Prozent zurück.

„Die Kombination aus gesetzgeberischen Maßnahmen, wie beispielsweise der Erhöhung der Tabaksteuer, und bundsweiten Aufklärungsangeboten zur Förderung des Nichtrauchens hat sich bewährt", vermutet die Direktorin der BZgA, Dr. Elisabeth Pott. Bei der Prävention müssen auch die Eltern einbezogen werden, denn Jugendliche haben es schwer, sich gegen ein soziales Umfeld durchzusetzen, in dem geraucht wird: Je mehr Haushaltsmitglieder rauchen, umso eher können sich Jugendliche vorstellen, selbst zu rauchen.

In derselben Studie wurde auch nach dem Konsum von illegalen Drogen gefragt: Etwa ein Drittel (32 Prozent) der Jugendlichen hat schon einmal illegale Drogen genommen, 2001 waren es noch 27 Prozent. Es wird hauptsächlich Cannabis konsumiert, und im Gegensatz zum Zigarettenrauchen ist hier die Tendenz steigend: 31 Prozent der Befragten haben schon einmal Cannabis probiert, 2001 waren es noch 26 Prozent. Die meisten Jugendlichen nehmen allerdings nur kurz Drogen: 13 Prozent der Befragten haben innerhalb der letzten 12 Monate Rauschmittel genommen, bei den anderen liegt der Konsum länger zurück.

4. Januar 2005
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2004“

Neu: die News durchblättern

Sie haben etwas Zeit und möchten einfach mal so durch die Meldungen blättern? Klicken Sie dazu auf „Vorwärts“ (= neuerer Beitrag) oder „Rückwärts“. Sie bleiben beim Blättern immer im gleichen Themenbereich.

Älteres Heft gesucht?

In unserem Shop erhalten Sie alle noch lieferbaren Hefte ab dem Jahrgang 2000.
Und in unserem Archiv finden Sie Artikel ab dem Jahrgang 1996.

Immer gut
informiert!

Am Erscheinungstag eines neuen Heftes informiert Sie unser Newsletter über dessen Inhalte. Wenn Sie möchten, erhalten Sie ihn auch nur, sobald ein neues Sonderheft in der Reihe „Compact“ erscheint. Sie selbst bestimmen das bei der Anmeldung und können es später jederzeit ändern.

Abos weltweit!

Psychologie Heute können Sie in jedem per Post erreichbaren Land abonnieren und das Abo auch von jedem Land aus in ein anderes verschenken. Falls mit Luftpost versandt wird, kostet das keinen Aufpreis! (Bild: NASA)
Banner: Zum aktuellen Heft
Banner: Zum Compact-Sonderheft: Die Kindheit

SUCHMASCHINE

Das Sucheingabefeld wieder schließen

SUCHMASCHINE

Das Sucheingabefeld wieder schließen