Psychologie Heute 9/2020: Meine Zeit kommt jetzt

Warum viele Talente erst in der Lebensmitte reifen

Im Alter von fünf das große mathematische Talent entdeckt, ein Spezialist mit 16, die Promotion mit 22 – so klingt heute eine erfolgreiche Erzählung. Die übersieht aber, dass viele Leben ganz anders verlaufen: Dass man mit 45 plötzlich merkt, wie gut man im Bootsbau wäre oder dass man als Kindergärtner viel glücklicher sein könnte als hinter dem Bankschalter. Wir leben in einer Zeit von Veränderung und Neuorientierung, in der es sich lohnt zu fragen: Erfüllt mich, was ich tue? Welches Interesse möchte ich ausleben? Und wie kann ich Neues wagen? Eine Titelgeschichte über das Abenteuer der späteren Blüte und das Finden der richtigen Pfade.

- Selbstrespekt: Wie wir lernen, uns zu achten
- Depression: Innenansicht einer psychischen Krise
- Bodybuilding: Psychologie der Muskelmasse

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Themen in diesem Heft

  • Wer mitten im Leben noch einmal ganz neu anfängt, erntet oft Skepsis. Doch für manche ist genau dies der richtige Zeitpunkt zur Veränderung.
  • Die Lebensmitte ist eine Phase der Rückschau, der Abschiede – und der Ernte. Ein Gespräch mit dem Psychoanalytiker und Jung-Experten Volker Münch.
  • Kinder, die aus einem heimlichen Seitensprung hervorgehen, wachsen in einer Welt von Lügen auf – und leiden daran oft ein Leben lang. ​
  • Düsternis, Zerfall, Auflösung des Ich: Der Schriftsteller Benjamin Maack schildert, wie sich eine tiefe depressive Krise von innen anfühlt.
  • Dass wir die Wirklichkeit nicht erfassen können, ist im Sinne der Evolution, behauptet Daniel Hoffman in seinem neuen Buch.
  • Eigentlich wünscht sie sich Ärzte, die nach psychischen Schmerzursachen fragen. Aber manchmal möchte unsere Kolumnistin auch einfach nur eine Spritze.
  • 11. September 2000: Enver ​Şimşek stirbt durch einen NSU-Terroranschlag. Psychologin Lale Akgün zu den Folgen für die deutsch-türkische Gemeinschaft.
  • Der Autor hat absolute Kontrolle über seine Charaktere, so denkt man. Doch je realer sie sich anfühlen, umso eher entwickeln Sie ein Eigenleben.
  • ​Wie sich der emotionale Umgang mit Krebs im 20. Jahrhundert verändert hat, zeichnet die Historikerin Bettina Hitzer in ihrem neuen Buch nach. ​
  • Trotz verbesserter Kinderrechte: Sabine Seichter im Interview über Elemente Schwarzer Pädagogik in der heutigen Erziehung.
  • Ein Richter leidet unter unkontrollierbaren Wutausbrüchen und isoliert sich zusehends. Wie kann die Psychotherapeutin ihm helfen?
  • Bodybuilding hilft, Kraft zu erleben. Schon Franz Kafka war am Muskelaufbau interessiert. Über eine besondere Art des Umgangs mit sich selbst.
  • Psychologie nach Zahlen: Vier Verhaltensmuster im Umgang mit chronischen Rückenbeschwerden – aber nur eines von ihnen ist hilfreich.
  • Das Impfen: für viele offenbar eine Art soziale Währung. Eine neue Studie zeigt, dass viele Impfungen als gesellschaftlichen Vertrag betrachten.
  • „Homeschooling“: In der Coronapandemie Ausnahmezustand, historisch betrachtet allerdings nicht ungewöhnlich – und mit Potenzial für Lernerfahrungen.
  • Populären Filmen zum Trotz: Unser Gehirn vermischt Traum und Wirklichkeit nur selten – meist filtert es Sinneseindrücke aktiv aus dem Traum heraus.
  • Nach innen schauen: Wie mehr Selbstaufmerksamkeit dabei hilft, Ziele besser zu erreichen.
  • Lässt sich die Moral verbessern, wenn man ins Gehirn eingreift? Die Medizinethikerin Sabine Müller sieht entsprechende Vorschläge sehr kritisch. ​
  • Warum wünschen wir uns manchmal Abstand von unseren Gedanken? Weil wir das Gefühl haben, dass diese unkontrolliert in unser Bewusstsein eindringen.
  • Manchmal verlieren wir unsere Selbstachtung. Wie wir sie zurückgewinnen und uns besser behaupten können - ohne andere zu kränken.
  • Wohltuende Nähe bedarf der klaren Grenzziehung. Zwei Ratgeber zeigen, wie man lernt, seine Grenzen zu schützen und selbstbewusst nein zu sagen. ​
  • ​ Der Bildband zeigt die Ikonographie der Grundemotion und vereint unterschiedlichste Kunstobjekte, die im Kontext der Angst entstanden sind. ​