In Liebe verschränkt

Wie müssen zwei Liebespartner ­beschaffen sein, damit ihre Beziehung gedeiht? Franz Neyer und Christine Finn haben erforscht, welche Persönlichkeitszüge zu einer glücklichen Partnerschaft beitragen und wie das Zusammenleben die beiden reifen lässt

In Liebe verschränkt

Wie müssen zwei Liebespartner ­beschaffen sein, damit ihre Beziehung gedeiht? Franz Neyer und Christine Finn haben erforscht, welche Persönlichkeitszüge zu einer glücklichen Partnerschaft beitragen und wie das Zusammenleben die beiden reifen lässt

Wieso haben Menschen überhaupt das Bedürfnis, eine überdauernde, oft bis zum Tod währende Partnerschaft einzugehen? Man könnte sich ja auch von Affäre zu Affäre hangeln, aber das tun und wollen doch die wenigsten.

Neyer: Der Wunsch nach sozialem Anschluss, Vertrautheit und Bindung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Menschen suchen enge Beziehungen, auch und vor allem in einer romantischen Partnerschaft. Ob diese Beziehung allerdings auf die Dauer des ganzen Lebens angelegt sein muss, ist die Frage. Zu anderen Zeiten und in anderen Kulturen war und ist das nicht so selbstverständlich. Und auch hier im Westen gibt es durchaus viele Menschen, die nach eher kurzfristigen Liebesbeziehungen suchen. Sie gehen dann eben nicht die eine Ehe, sondern mehrere aufeinanderfolgende Partnerschaften ein.

Nicht selten brechen Beziehungen aber auseinander, obwohl die beiden eigentlich für lange oder sogar für immer zusammenbleiben wollten. In Ihren Langzeitstudien haben Sie nachgewiesen, dass es auch von der Persönlichkeit der beiden Beteiligten abhängt, wie überdauernd und glücklich ihre Beziehung wird. Welche Merkmale bringt ein idealer Beziehungsmensch mit?

Finn: Den „idealen Beziehungsmenschen“ gibt es nicht. Beziehungsglück hängt von so vielen Einflüssen ab. Aber man kann festhalten: Menschen, die von ihrem Wesen her verträglich sind und nach Harmonie und Ausgleich streben, führen in der Regel eine glücklichere Beziehung. Ein wichtiger Faktor...

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 6/2016: Drüber stehn!
print